Weißburgunder (Pinot blanc)

Ein Kind des Sommers

An einem heißen Sommertag in Südtirol kommt der Weinliebhaber kaum ohne den Genuss eines fruchtig frischen Weißburgunders aus. Wie der Name bereits vorwegnimmt, stammt diese Weißweinsorte ursprünglich aus dem Burgund. Die Rebsorte entstand durch eine Mutation des Blauburgunders. Erzherzog Johann von Österreich, der auf seinem Südtiroler Weinhof fremde Rebsorten kultivierte, brachte 1852 auch den Weißburgunder nach Südtirol. Nachdem sich die Sorte ganz prächtig entwickelte, wurde sie zu einer der weißen Leitsorten der Region. Ähnlich, aber genetisch nicht verwandt, ist der Weißburgunder dem Chardonnay. Zwei Weiße, die bis vor etwa 50 Jahren als ein und derselbe Wein ausgeschenkt wurden und bis heute in manchen Weingärten im Mischsatz vertreten sind.

Anbaufläche

  • 515 ha, entsprechen 9,6 % der Gesamtanbaufläche

Anbaugebiet

  • in allen Weinbauzonen mit Ausnahme des Eisacktals

Erziehung

  • auf Pergel oder Drahtrahmen

Bevorzugter Standort

  • am besten gedeiht er in mittleren Lagen, 400 - 600 m ü.d.M.
Bouquet und Charakter

Frisch und fruchtig kommt er daher. Der grünliche bis hellgelbe Weißburgunder ist mit seiner leicht zitronigen Note ein idealer Sommerwein. Im Allgemeinen zeichnet ihn eine leichte Säure und zarte Fruchtsüße aus, die an Apfel, Birne, Mango, Marille, Ananas oder Quitte erinnert. Besonders fruchtige Züge entwickelt der Weißburgunder bei Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Reifere Trauben sorgen für einen vollmundigen und harmonischen Geschmack und vervollständigen den Wein bei längerer Lagerung mit feinen Nuss- und Mandelnoten. In kleinen Eichenholzfässern ausgebaut, schmeichelt dieser Wein besonders.

Südtiroler Köche empfehlen

Der Weißburgunder schmeckt schon, bevor man überhaupt mit dem Essen beginnt. Dieser ausgezeichnete Aperitifwein hat natürlich auch als Speisenbegleiter seine Lieblinge. Hervorragend harmoniert er mit einem Alpenklassiker wie Pressknödel mit Krautsalat oder mit erlesenen alpin-mediterranen Vorspeisen, wie hausgemachten Tagliolini mit Forellen-Lauch-Ragout. Auch Fisch wie beispielsweise eine Passeirer Bachforelle pochiert mit Petersilienkartoffeln und gedünstetem Fenchelgemüse - findet mit dem Weißburgunder eine ideale Begleitung. Eine der schönsten Spezialitäten Südtirols erfordert ebenfalls die starke Präsenz eines guten Weißburgunders: Die berühmte Terlaner Weinsuppe, die mit Rindsbouillon, Weißburgunder, Eigelb und Sahne zubereitet und mit knusprigen Croutons serviert wird. Kräftige Weißburgunder passen auch zu gehaltvollen Fischen, wie Lachs und Karpfen. Als ideale Serviertemperatur empfiehlt der Weinkenner 10-12°C. 

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